Dienstag, 1. Oktober 2019

18. Sonntag nach Trinitatis

20. Oktober 2019


Hier eben zwei Bilder von heute morgen - Ausführliches später - ich kann nur eins sagen: Super, das hat viel Freude gemacht!

letzte Absprachen

bereit zur Abfahrt
Mehr Bilder auf:

https://bmwr1200gs-rkrueger.blogspot.com/


Motorradgottesdienst - nicht nur für Motorradfahrer ...


Seit etlichen Jahren geistert mir diese Idee durch den Kopf, dass wir zum Ende der Saison Motorradfahrer zu einem Gottesdienst in die Gustav-Adolf-Kirche einladen. Jedem von uns Fahrern dürfte bewusst sein, dass unser Hobby einerseits viel Spaß macht, dass es andererseits aber auch Gefahren mit sich bringt. Da kann man wirklich dankbar sein, wenn man am Ende der Saison behütet angekommen ist.

Foto privat
Aber nicht allein die Motorradfahrer sind zum Gottesdienst eingeladen, natürlich auch alle anderen. An diesem 18. Sonntag nach Trinitatis wird es um das Miteinander gehen - im Straßenverkehr, aber auch im ganz alltäglichen Leben. Der Wochenspruch für die dann beginnende Woche lautet: “Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seine Schwester und seinen Bruder liebe.” (1. Joh 4, 21)

Nach dem Gottesdienst ist wie üblich Kirchenkaffee. Alle, die mit dem Motorrad kommen, können bei schönem Wetter eine kleine Ausfahrt machen. Meppen - Apeldorn - Hüven - Eisten - Sögel - Stavern - Apeldorn - Meppen wäre eine nette kleine Strecke, oder auch Meppen - Helte - Bawinkel - Langen - Gersten - Bawinkel - Osterbrock - Teglingen Meppen - oder wo ihr sonst so fahrt. Für die beiden von mir genannten Strecken braucht man jeweils etwa eine knappe Stunde.

Wieder zurück an der Kirche soll es Bockwürstchen und Brötchen im Gemeindehaus geben.

Da wir überhaupt nicht einschätzen können, wie viele Motorradfahrer zum Gottesdienst kommen könnten, wäre ein Rückmeldung perfekt. Das klappt am besten auf elektronischem Weg. Bei den normalen Gottesdienstbesuchern gehen wir von der üblichen Anzahl aus.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen und freue mich sehr auf diesen Gottesdienst, Ihr/euer Pastor Krüger

weitere Infos werden folgen ...

Entwurf Christine Kock

Motorradtouren

Wer einmal schauen will, wo ich in den letzten Jahren gefahren bin, kann meinen Motorradblog aufrufen:

https://bmwr1200gs-rkrueger.blogspot.com/

Im Gottesdienst werde ich kurz von diesen Ausflügen erzählen, um die "normalen" Gottesdienstbesucher ins Thema einzustimmen. Ich lasse aber auch nicht die kritischen Punkte aus. Am Meller Berg finden sich mehrfach Schilder mit der Aufschrift:

Motorradlärm nervt
gefährlich!

Und an den Straßen, die in den Harz führen, findet man an verschiedenen Stellen ein großes Plakat mit einem Bild von einem Motorradfahrer, auf dem dann zu lesen ist:

Dein Traum:
Schwerelos
bei 160 km/h

Und wenige hundert Meter weiter steht dann ein schwarzes Plakat, auf dem eine gebrochene Rose zu sehen. Dazu der Text: 

Unser Albtraum:
Wir
vermissen
Dich!

Aber es gibt auch Albträume für Biker: 

gefunden auf: https://publicdomainvectors.org
Ich hab das Bild bearbeitet - ursprünglich bog das Motorrad links ab.
Zum Schluss ein Bild von dem, was alle Biker mögen: Kurven :-)


Lieder für den Gottesdienst

Morgenlicht leuchtet
Der Himmel geht  über allen auf
Vergiss es nie, dass du lebst war keine eigene Idee
Amazing grace
Möge die Straße uns zusammenführen

Predigttext

Ich habe die Texte vom 18. Sonntag nach Trinitatis rauf und runter gelesen und mich dafür entschieden, über Jesus Sirach 1,11-16 zu predigen - Gottesfurcht und menschliche Weisheit

11 Die Furcht des Herrn ist Ehre und Ruhm, Freude und ein Siegeskranz.
12 Die Furcht des Herrn macht das Herz fröhlich und gibt Freude und Wonne und langes Leben.
Die Furcht des Herrn ist vom Herrn gegeben, und durch Liebe befestigt sie die Pfade.
13 Wer den Herrn fürchtet, dem wird's am Ende wohlergehen,
und am Tage seines Todes wird er den Segen empfangen.
14 Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang: Zugleich mit den Gläubigen ist sie im Mutterleib erschaffen.
15 Bei den Menschen baut sie ein Nest – einen Grundstein auf ewig, und auch die Nachkommen werden auf sie trauen.
16 Den Herrn fürchten sättigt mit Weisheit, und sie macht trunken mit ihren Früchten.

Das wird ne echte Herausforderung :-)

Gedankensplitter zur Predigt

Die Furcht des Herrn - Motorradfahrer haben keine Furcht, oder?

Was ist mit den Schrecksekunden, wenn es gerade noch mal gut gegangen ist: Glück gehabt - da war mein Schutzengel - besser aufpassen, nicht so viel riskieren. 

Die Kirchen - evangelisch und katholisch - haben den Menschen oft Angst vor Gott gemacht. Das war ein falscher Weg, der viele aus der Kirche getrieben hat. 

Die Furcht des Herrn ist Ehre und Ruhm, Freude und ein Siegeskranz.

Die Furcht des Herrn kann nichts Negatives sein, wenn Ehre, Ruhm, Freude und ein Siegeskranz die Folge sind. Ich erinnere mich noch gut an meinen Konfirmandenunterricht, als wir Luthers Erklärung zum 1. Gebot lasen: 

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 
Luther fragt: Was ist das? Und er gibt zur Antwort: Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen. 

Gott fürchten ... das war natürlich unsere Frage. Ehrfurcht haben vor Gott, so die Erklärung von Pastor Grundmann. Ein kluger Satz. Leider suchen wir Ehrfurcht heute oft vergebens. 

Die Furcht des Herrn macht das Herz fröhlich und gibt Freude und Wonne und langes Leben. Die Furcht des Herrn ist vom Herrn gegeben, und durch Liebe befestigt sie die Pfade.

Noch einmal, die Furcht des Herrn kann man sich und allen anderen bei solchen Sätzen nur wünschen. Wenn hier von "Liebe" die Rede ist, muss ich an das Miteinander denken, im Straßenverkehr, aber auch im alltäglichen Leben.

Wer den Herrn fürchtet, dem wird's am Ende wohlergehen, und am Tage seines Todes wird er den Segen empfangen.

Wenn wir den Tod nicht mehr fürchten müssen - weil wir dann ja Gottes Segen empfangen -, dann müssen wir hier auf Erden nicht das ganze Leben egoistisch auskosten - weil danach sonst nichts mehr bleibt.

Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang ...

Da sprach doch letztens einer von seiner "großartigen und unvergleichlichen Weisheit". Was ist daraus eigentlich geworden? Krieg, Blutvergießen, Tod, Vertreibung, Elend! Eine Schande, wie der Begriff der Weisheit missbraucht wird.

Wikipedia beschreibt Weisheit so: "Sie befähigt ihren Träger, systematisch Dinge 

  • zu denken („eine weise Erkenntnis“, „ein weiser Entschluss“, „ein weises Urteil“),
  • zu sagen („ein weises Wort“, „ein weiser Rat“) oder
  • zu tun („ein weises Verhalten“),

die sich in der gegebenen Situation als nachhaltig sinnvoll erweisen." (https://de.wikipedia.org/wiki/Weisheit)

Absolut bemerkenswert finde ich nach wie vor, was Augustinus in seiner Schrift Augustinus "Über das Glück 4,35" zum Thema sagt: „Denn Weisheit ist letztlich nichts anderes als das Maß unseres Geistes, wodurch dieser im Gleichgewicht gehalten wird, damit er weder ins Übermaß ausschweife, noch in die Unzulänglichkeit falle. Verschwendung, Machtgier, Hochmut und ähnliches, womit ungefestigte und hilflose Menschen glauben, sich Lust und Macht verschaffen zu können, lassen ihn maßlos aufblähen. Habgier, Furcht, Trauer, Neid und anderes, was ins Unglück führt – wie die Unglücklichen selbst gestehen – engen ihn ein. Hat der Geist jedoch Weisheit gefunden, hält dann den Blick fest auf sie gerichtet… dann brauchte er weder Unmaß, noch Mangel, noch Unglück zu fürchten. Dann hat er sein Maß, nämlich die Weisheit und ist immer glücklich.“ (Wikipedia a.a.O.)

Nun noch der Schlusssatz, wo die Furcht des Herrn und Weisheit zusammengedacht werden: 

Den Herrn fürchten sättigt mit Weisheit, und sie macht trunken mit ihren Früchten.

Parkmöglichkeiten ...

... sind etwas beschränkt, aber doch vorhanden: 

Erstellt mit OpenStreetMaps
Es gibt zwei reguläre Auffahrten auf unser Grundstück: 
  1. Wenn man von der Hubbrücke her kommt gleich nach der Ampelkreuzung vor der Kastanie rechts einbiegen (natürlich nicht auf die Baustelle des Landkreises fahren). Die ersten Motorräder können die Rampe bis zur Kirche hochfahren. Die anderen stellen sich dem Gemeindehaus gegenüber an der Böschung zum Nachbargrundstück auf.
    Hier kann man aber nicht einbiegen, wenn man von der Unterführung her kommt!
  2. Die zweite Einfahrt auf unser Grundstück liegt gleich hinter der Bushaltestelle. Hier kann man von beiden Seiten kommend reinfahren. Am besten fahren die ersten Fahrer durch bis zur Treppe vor der Terrasse. Und dann werden die Maschinen aufgereiht hingestellt. 
  3. Wenn diese Parkmöglichkeiten erschöpft sind kann man in der Hafenstraße einen Platz suchen. Von dort kommt man über die Fußgängerbrücke schnell zur Kirche. Als weitere Parkplätze werden bei der Internetsuche genannt:
    - beim Bahnhof
    - Alte Post
Achtet beim Einparken bitte darauf, dass wir nach dem Gottesdienst auch vom Grundstück fahren wollen. Da wäre es gut, wenn nicht zu sehr rangiert werden muss. Aber das werden wir auch hinbekommen :-)

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