Mittwoch, 7. Januar 2015

1. Sonntag nach Epiphanias 2015

11. Januar 2015

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 1. Sonntag nach Epiphanias unter der Nummer 954.14. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Nett animiert ist der liturgische Kalender auf der Seite der bayrischen Landeskirche.

Wochenspruch:

Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14)

Wochenlied:

O lieber Herre Jesu Christ (EG 68) oder
Du höchstes Licht, ewiger Schein (EG 441)

Lieder: 

EG 70,1-3 Wie schön leuchtet der Morgenstern
EG 740 Psalm 100
EG 251,1-3 Herz und Herz vereint zusammen
Vergiss es nie
EG 200,1.2.4.5 Ich bin getauft auf deinen Namen
In der Stille angekommen
EG 44,1-3 O du fröhliche

weitere Liedvorschläge findet man hier bei Dr. Martinus

Epistel - Röm 12, 1-3

1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt zu halten, sondern dass er maßvoll von sich halte, ein jeder, wie Gott das Maß des Glaubens ausgeteilt hat.


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f3/Joachim_Patinir_006.jpg
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Joachim Patinir (circa 1480-1524), via Wikimedia Commons

Evangelium und Predigttext- Mt 3, 13-17

Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. 14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? 15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's geschehen. 16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Predigtgedanken

Anknüpfen an das Konfirmandenwochenende mit dem Thema "Okkultismus und Sekten". Wir haben gesprochen über: Okkultismus - Spiritismus - Satanismus - Esoterik - Sekten (Scientology und Zeugen Jehovas). Warum sind (junge) Menschen anfällig für diese Themen? Weil sie auf der Suche sind, und zwar auf der Suche nach:

  • Gemeinschaft
  • Sicherheit
  • Geborgenheit

Welche Fragen bewegen junge Leute, die ihren Platz im Leben suchen?

  • Wer bin ich?
  • Was will ich?
  • Warum und wozu lebe ich?
Auf diese und auf andere Fragen haben Okkultismus und Sekten - und auch die fundamentalistischen Ausrichtungen der Religionen - manchmal erschreckend einfache, und dann trotzdem scheinbar einleuchtende Antworten. Deshalb lassen sich junge Menschen auch zum Radikalismus verführen.

Wochenspruch: Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

Wie ist dieser Geist Gottes definiert?

Mt 5,3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. 4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. 5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. 6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. 7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. 8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. 9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. 10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden ...

44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14)

Jesus hatte diese Wahrheit auch nicht von Anfang an. Auch er war auf der Suche gewesen. Von einem Wendepunkt erzählte der heutige Predigttext.

Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe.

Predigt von Johannes dem Täufer: "... Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? 8 Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße! - Den Soldaten, die zu ihm kamen, sagte er: Tut niemand Gewalt an. - 9 Denkt nur nicht, dass ihr bei euch sagen könntet: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 10 Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße ..." (Mt 2)

Predigttext fängt dann an: Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. 14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? - Hatte Jesus als jemand kennengelernt, auf den den Bußpredigt nicht zutraf. - 15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's geschehen.

Warum sagt Jesus, es müsse alle Gerechtigkeit erfüllt werden?

Predigttext: 16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Auch wir sind getauft, auch ihr Konfirmanden seid getauft. Über euch ist Gottes Name ausgesprochen worden, wir gehören zu Gott. Hier finden wir unseren Sinn.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du. Das ist der Clou.

Wer sein Leben so aus Gottes Hand empfängt, der hat es nicht nötig, woanders den Sinn seines Lebens zu suchen. Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14) - Dann sagt Gott auch uns zu: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. - Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. (Ps 119,105) 

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