Dienstag, 18. September 2018

17. Sonntag nach Trinitatis

23. September 2018


Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 17. Sonntag nach Trinitatis unter der Nummer 954.60. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Joh 5, 4c)

Wochenlied:

Such, wer da will, ein ander Ziel (EG 346 - auch in Rev. 2014)
Rev. 2014: Herr, öffne mir die Herzenstür (EG 197)

Lieder im Gottesdienst

302,1-3 - Du meine Seele singe
713 - Psalm 25
197,1-3 - Herr, öffne mir die Herzenstür
200,1.2.4.5 - Ich bin getauft auf deinen Namen
137,1.3.4.6 - Geist des Glaubens, Geist der Stärke
390,1-3 - Erneure mich, o ewigs Licht

    Epistel Röm 10, 9-17 (18) - Glaube und bekenne, dann wirst du gerettet

    Da wir eine Erwachsenentaufe im Gottesdienst haben wird die Epistel nicht gelesen. 

    9 Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10 Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. 11 Denn die Schrift spricht (Jesaja 28,16): »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« 12 Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. 13 Denn »wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden« (Joel 3,5).

    14 Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? 15 Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht (Jesaja 52,7): »Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten, die das Gute verkündigen!« 16 Aber nicht alle sind dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht (Jesaja 53,1): »Herr, wer glaubt unserm Predigen?« 17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.

    18 Ich frage aber: Haben sie es nicht gehört? Doch, es ist ja »in alle Lande ausgegangen ihr Schall und ihr Wort bis an die Enden der Welt« (Psalm 19,5).

Evangelium Mt 15, 21-28 - Die kanaanäische Frau

21 Und Jesus ging weg von dort und zog sich zurück in die Gegend von Tyrus und Sidon. 22 Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus diesem Gebiet und schrie: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird von einem bösen Geist übel geplagt. 23 Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten seine Jünger zu ihm, baten ihn und sprachen: Lass sie doch gehen, denn sie schreit uns nach. 24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

25 Sie aber kam und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! 26 Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. 27 Sie sprach: Ja, Herr; aber doch fressen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. 28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter wurde gesund zu derselben Stunde.


Taufe


Der Missionsbefehl

Jesus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Röm 6,3-5

Wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? 4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln. 5 Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.


Predigttext 1. Mose 6, 9-22 - Noahs Arche

Zur Auswahl stehen für diesen Sonntag drei Alttestamentliche Texte: 
- Jesaja 49, 1-6 - Der Knecht Gottes das Heil Israels und das Licht der Heiden
- 1. Mose 6, 9-22 - Noahs Arche
- 1. Mose 32, 23-32 - Jakobs Kampf am Jabbok

Ich denke zunächst, dass ich über Noahs Arche predigen werde. Derjenige, der auf Gott vertraut, soll Zukunft haben. Über die anderen Texte predige ich in den nächsten Jahren. Die hellgrau geschriebenen Verse werde ich auslassen. Einerseits stellen sie Doppelungen dar. Im Studium hätte ich untersucht, welche Satzteile sich welchen Schriftsteller zuordnen lassen und wie verschiedene Texte ineinander gefügt wurden. Solche Exegese anhand des hebräischen Texte hat zwar Mühe, aber auch viel Freude bereitet. Andererseits trägt es nicht viel aus, wenn ich vorlese, wie groß die Arche sein sollte. 

9 Dies ist die Geschichte von Noahs Geschlecht. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel zu seinen Zeiten; er wandelte mit Gott. 10 Und er zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. 11 Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voller Frevel. 12 Da sah Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden.

13 Da sprach Gott zu Noah: Das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. 14 Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen. 15 Und mache ihn so: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe. 16 Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben.

17 Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. 18 Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen mit deinen Söhnen, mit deiner Frau und mit den Frauen deiner Söhne. 19 Und du sollst in die Arche bringen von allen Tieren, von allem Fleisch, je ein Paar, Männchen und Weibchen, dass sie leben bleiben mit dir. 20 Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allem Gewürm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben. 21 Und du sollst dir von jeder Speise nehmen, die gegessen wird, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung diene. 22 Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.

Donnerstag, 6. September 2018

15. Sonntag nach Trinitatis

9. September 2018


Hauptgruppe Osnabrück des Gustav-Adolf-Werkes
zusammen mit der Ev.-luth. Gustav-Adolf-Kirchengemeinde in Meppen

175. Jahresfest GAW


Am 8. und 9. September feiert die Hauptgruppe Osnabrück des Gustav-Adolf-Werkes zusammen mit der Ev.-luth. Gustav-Adolf-Kirchengemeinde in Meppen das 175. Jahresfest des Diasporawerkes. Eingeladen sind alle Interessierten aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim, aber auch aus dem Raum Osnabrück. Am Samstag beginnt der Festabend um 18.00 Uhr, am Sonntag der Festgottesdienst um 10.00 Uhr.

Das Jahresfest steht unter dem Motto "Christsein im Nahen Osten". Am Samstagabend hält Prof. Dr. Dr. Martin Tamcke, Professor für Ökumenische Theologie und Orientalische Kirchen- und Missionsgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen und ausgewiesener Kenner der Materie, den Festvortrag zum aktuellen Thema. Die Predigt im Festgottesdienst am Sonntag übernimmt der Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werkes Pfarrer Enno Haaks aus Leipzig.

Programm des 175. Jahresfestes

Samstag, 08. September 2018, 18:00 bis 21:00 Uhr,

Diaspora-Abend im Gemeindehaus der Ev.-luth. Gustav-Adolf-Kirchengemeinde - Herzog-Arenberg-Straße 14, 49716 Meppen

  • Begrüßung: Hartmut Giesecke von Bergh, Vorsitzender des GAW  Hauptgruppe Osnabrück
  • Festvortrag: Prof. Dr. Dr. Martin Tamcke, Göttingen (Professor für ökumenische Theologie)
  • Vorstellung der Projekte des GAW: Enno Haaks (GAW-Generalsekretär, Leipzig)
  • Leben und Arbeit in Deutschland:
  • Stipendiaten des GAW
  • Außerdem:
  • Musik, Imbiss, Tombola, Büchertisch

Sonntag, 09. September 2018, 10:00 Uhr,


  • Festgottesdienste mit Predigern des GAW in Meppen
  • und in anderen Gemeinden des Ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim


Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 15. Sonntag nach Trinitatis unter der Nummer 954.58. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petr 5, 7)

Wochenlied:

Auf meinen lieben Gott (EG 345 - nicht in Rev. 2014) oder
Wer nur den lieben Gott lässt walten (EG 369 - auch in Rev. 2014)
Rev. 2014: Solang es Menschen gibt auf Erden (EG 427)

Lieder im Gottesdienst

  • Er weckt mich alle Morgen (EG 452)
  • Psalmgebet 757
  • Wach auf, du Geist der ersten Zeugen (EG 241)
  • Ich steh in meines Herren Hand (EG 374)

Dazu singt Just for Fun unter der Leitung von Maike R. Hofmann
  • Halleluja Jesus
  • Du bist da, wo Menschen leben
  • Meine Zeit steht in deinen Händen


Epistel 1. Petr 5, 5c-11

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. 7 Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 

8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. 9 Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass eben dieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.

10 Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen. 11 Ihm sei die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Evangelium Mt 6, 25-34

Jesus spricht: Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? 27 Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. 33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. 34 Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.

Predigt - Enno Haaks - Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werkes aus Leipzig

13. Sonntag nach Trinitatis

26. August 2018

Nachtrag


Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 13. Sonntag nach Trinitatis unter der Nummer 954.56. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Mt 25, 40)

Wochenlied:

Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ (EG 343 - nicht in Rev. 2014)
Rev. 2014: So jemand spricht: "Ich liebe Gott" (EG 412)
Rev. 2014: Brich mit dem Hungrigen dein Brot (EG 420)
Rev. 2014: Wenn das Brot, das wir teilen (KHW/HN-EG 632; W-EG 667)

Lieder im Gottesdienst

Wir haben den 4. Sonntag im Monat, somit soll die Musik im Vordergrund stehen. Die Lieder hat unser Organist Herr Detlau-Keire aus dem Beiheft freiTÖNE (fT) ausgesucht. 

Orgelvorspiel fT 102

fT 168,1+2+6+7 - Sonne der Gerechtigkeit
Psalm 139,1-10 - Gott erforscht mich (fT Seite 232f)
fT 25,1-3 - Da wohnt ein Sehnen tief in uns
nach der Predigt : fT 129 - gelesen
fT 177,1-4 - Freunde, dass der Mandelzweig (neue Melodie)
fT 190 - Verleih uns Frieden gnädiglich

Orgelnachspiel fT 158 - Let us break bread together (Lasst uns zusammen das Brot brechen) - wer mag, singt die Strophen 1 und 3 mit

Alttestamentliche Lesung 1. Mose 4, 1-16a*

Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des HERRN. 2 Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann. 3 Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes. 4 Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, 5 aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. 6 Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick? 7 Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie. 8 Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. 9 Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein? 10 Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde. 11 Und nun: Verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen. 12 Wenn du den Acker bebauen wirst, soll er dir hinfort seinen Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden. 13 Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Strafe ist zu schwer, als dass ich sie tragen könnte. [Luther übersetzte: «Meine Sünde ist größer, denn dass sie mir vergeben werden möge.»] 14 Siehe, du treibst mich heute vom Acker, und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen und muss unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, dass mich totschlägt, wer mich findet. 15 Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlüge, der ihn fände. 16 So ging Kain hinweg von dem Angesicht des HERRN.

Predigttext 3. Mose 19, 1-3.13-18.33-34

Predigtidee

Die Alttestamentliche Lesung zeigt, wohin es führt, wenn Menschen nicht auf Gottes Wort hören - in die Gottesferne. Adam und Eva müssen das Paradies verlassen. Kain ist eifersüchtig und neidisch auf seinen Bruder Abel, er hört nicht auf Gottes Anrede - Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick?  - und erschlägt seinen Bruder. Daraufhin muss Kain fort "von dem Angesicht des Herrn". 

Der Predigttext dagegen zeigt mit dem Hinweis auf die Gebote einen Weg, wie Leben miteinander gelingen kann. 

Beginnen wir bei Kain und Abel

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Mt 25, 40)
    Wie schön wäre es, wenn hier die Geschichten erzählt werden können, dass einer dem anderen geholfen hat, dass jeder Mensch genug zum Leben hat und dass die Menschen deshalb auch zufrieden und dankbar sind.
    Leider zieht sich eine andere Geschichte wie ein roter Faden durch die Menschheit und auch durch die Bibel: dass Menschen einander Unrecht tun, dass der eine dem anderen übervorteilt, dass einer neidisch ist auf das, was der andere hat, dass Menschen einander umbringen - der Mensch wird des Menschen Wolf.

Warum hören Adam und Eva nicht auf Gottes Gebot? Die Schlange sagt: Ihr werdet sein wie Gott

1 Und die Schlange … sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? 2 Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; 3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! 4 Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, 5 sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.
    Das Streben des Menschen so sein zu wollen wie Gott zieht sich durch die ganze Menschheitsgeschichte. Deshalb steht diese "mythische" Geschichte auch am Anfang der Bibel. Als Kain seinen Bruder Abel erschlägt wird wahr, was Gott den Menschen Gesagt hatte: "Wenn ihr vom Baum esst, werdet ihr sterben." Damit war keine Strafandrohung gemeint, vielmehr hatte Gott von den Konsequenzen gesprochen, die ein Leben gegen seinen Willen nach sich zieht.

Predigttext 3. Mose 19, 1-3.13-18.33-34

Der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Israeliten und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.
    Heilig ... bezeichnet etwas Besonderes, Verehrungswürdiges und stammt wortgeschichtlich von Heil ab, was sich abgeschwächt noch in heil („ganz“) wiederfindet ... Im allgemeinen Sprachgebrauch ist heilig ein im Zusammenhang mit Religion gebrauchter Begriff mit der zugedachten Bedeutung „einer Sphäre des Göttlichen, Vollkommenen oder Absoluten angehörig“, so etwa bei dem Heiligen Geist, heiligen Schriften, den Heiligen, heiligen Orten oder heiligen Gegenständen. (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Heilig)

    Im Kolosserbrief redet der Apostel die Leser auch mit Heilige an: “So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten …”
3 Ein jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater.
Haltet meine Feiertage; ich bin der HERR, euer Gott.
    Luthers Katechismus: Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben.
    Luthers Katechismus: Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern es heilig halten, gerne hören und lernen.
13 Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken noch berauben. 
Es soll des Tagelöhners Lohn nicht bei dir bleiben bis zum Morgen.
    Nicht sein Land ausbreiten, die Rohstoffe beanspruchen, minderwertige Produkte liefern, so dass er sich betroffen und ausgenutzt fühlt
    Luthers Katechismus: Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.
14 Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, 
denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten; ich bin der HERR.

15 Du sollst nicht unrecht handeln im Gericht: 
Du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen, 
sondern du sollst deinen Nächsten recht richten.

16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk. 
    8. Gebot - nicht falsch Zeugnis reden - Gerüchte in die Welt setzen - Fake News - Luthers Katechismus: Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsern Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren.
    Du sollst auch nicht auftreten gegen deines Nächsten Leben; ich bin der HERR
      5. Gebot - Luthers Katechismus: Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und beistehen in allen Nöten.
    17 Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, 
    sondern du sollst deinen Nächsten zurechtweisen, 
    damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich lädst. 

    18 Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. 
    Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.
      Jesus bei der Frage nach dem größten Gebot.
    33 Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, 
    den sollt ihr nicht bedrücken. 
    34 Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, 
    und du sollst ihn lieben wie dich selbst; 
    denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. 
    Ich bin der HERR, euer Gott.
      Wenn wir so handeln, dann können Geschichten erzählt werden, dass einer dem anderen geholfen hat, dass jeder Mensch genug zum Leben hat und dass die Menschen deshalb auch zufrieden und dankbar sind.
    Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Mt 25, 40)

    Das ist unsere Chance, das ist unsere Zukunft.

    11. Sonntag nach Trinitatis

    12. August 2018

    Nachtrag


    Evangelisches Gesangbuch

    Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 11. Sonntag nach Trinitatis unter der Nummer 954.54. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

    Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

    Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

    Wochenspruch:

    Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. (1. Petr 5, 5)

    Wochenlied:

    Aus tiefer Not schrei ich zu dir (EG 299)

    Lieder im Gottesdienst

    Er weckt mich alle Morgen (EG 452)
    Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir - Ps 130 (EG 751)
    Ich steh vor dir mit leeren Händen (EG 382)
    Fürchte dich nicht, gefangen in deiner Angst (EG 595)
    Ich lobe meinen Gott der aus der Tiefe mich holt (EG 585)
    Aus tiefer Not schrei ich zu dir (EG 299,1, die erste Zeile)

    Evangelium - Lukas 18, 9-14 25, 14-30 - Von den anvertrauten Zentnern

    Er sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 13 Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

    Predigttext - Hiob 23 - Hiob antwortete Elifas

    Predigtidee

    Einzelne Passagen des Hiobbuches und des Predigttextes werden mit meinen Gedanken verwoben.

    Aus den ersten Kapiteln

    Gott über Hiob: 8 Es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse. 

    9 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, dass Hiob Gott umsonst fürchtet? 10 Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher bewahrt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Besitz hat sich ausgebreitet im Lande. 

    11 Aber strecke deine Hand aus und taste alles an, was er hat: Was gilt's, er wird dir ins Angesicht fluchen!

    Gott lässt sich auf diese absurde Wette ein:

    12 Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan hinaus von dem HERRN. (Hiob 1,8-12) 

    Und Hiob verliert alles: Seinen Besitz, sein Vieh, seine Kinder.

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt! (Hiob 1,21)

    Satan bekommt von Gott auch noch die Erlaubnis Hiobs Gesundheit zu nehmen. 

    Selbst seine Frau wendet sich gegen ihn: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit, Hiob? Fluche Gott und stirb! 10 Er aber sprach zu ihr: ... Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? (Hiob 2,9f)

    Besuch der drei Freunde

    Elifas: So vertrage dich nun mit Gott und mache Frieden; daraus wird dir viel Gutes kommen. 22 Nimm doch Weisung an von seinem Munde, und fasse seine Worte in dein Herz. 23 Bekehrst du dich zum Allmächtigen und demütigst du dich und tust das Unrecht weit weg von deiner Hütte ... 25 so wird der Allmächtige dein Gold sein und erlesenes Silber für dich. ... 29 Denn er erniedrigt die Hochmütigen; aber wer seine Augen niederschlägt, dem hilft er. 30 Auch wer nicht unschuldig ist, wird errettet werden; er wird errettet um der Reinheit deiner Hände willen. (Hiob 22)

    Warum sagt Hiob nicht einfach wie der Zöllner: Gott sei mir Sünder gnädig?

    Hiobs Antwort 23,2 Auch heute lehnt sich meine Klage auf; seine Hand drückt schwer, dass ich seufzen muss. 3 Ach dass ich wüsste, wie ich ihn finden und zu seinem Thron kommen könnte! 4 So würde ich ihm das Recht darlegen und meinen Mund mit Beweisen füllen 5 und erfahren die Reden, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde. 

    6 Würde er mit großer Macht mit mir rechten? Nein, er selbst würde Acht haben auf mich. 

    7 Dann würde ein Redlicher mit ihm rechten, und für immer würde ich entrinnen meinem Richter! 

    8 Aber gehe ich nun vorwärts, so ist er nicht da; gehe ich zurück, so spüre ich ihn nicht. 9 Ist er zur Linken, so schaue ich ihn nicht; verbirgt er sich zur Rechten, so sehe ich ihn nicht.

    10 Er aber kennt meinen Weg gut. Er prüfe mich, so will ich erfunden werden wie das Gold. 11 Denn ich hielt meinen Fuß auf seiner Bahn und bewahrte seinen Weg und wich nicht ab 12 und übertrat nicht das Gebot seiner Lippen und bewahrte die Reden seines Mundes bei mir. 

    13 Doch er ist der Eine – wer will ihm wehren? Und er macht's, wie er will. 14 Ja, er wird vollenden, was mir bestimmt ist, und hat noch mehr derart im Sinn. 

    15 Darum erschrecke ich vor seinem Angesicht, und wenn ich darüber nachdenke, so fürchte ich mich vor ihm. 16 Gott ist's, der mein Herz mutlos gemacht, und der Allmächtige, der mich erschreckt hat; 17 denn nicht der Finsternis wegen muss ich schweigen, und nicht, weil Dunkel mein Angesicht deckt.

    Eines tut Hiob nicht: Fluche Gott und stirb! Diesen Gefallen tut Hiob Satan nicht. Versuchungsgeschichte Jesu.

    Jesus am Kreuz: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Keine Antwort, aber Auferstehung von den Toten. Antwort an Hiob erfolgt auch erst später.

    Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? (Hiob 2,9f)

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt! (Hiob 1,21)